WordPress Webseiten optimal pflegen

Der am meisten unterschätzte Faktor einer WordPress Webseite ist die Pflege derselben!
Das stelle ich einfach mal so in den Raum!

Meine Kunden hören sich an was ich zum Thema Pflege zu sagen habe, nicken geflissentlich und lehnen mein Angebot die Pflege der Webseite für sie zu übernehmen mit den Worten „Das versuchen wir erstmal selbst!“ ab. „Ja, selbstverständlich!“, sage ich dann „Das ist auch wirklich nicht viel und man kann das auf jeden Fall selber schaffen. Klar.“
Und wenn ich dann nach ein paar Monaten mal wieder Grund habe die Webseite von hinten anzusehen, sehe ich, dass sich da nichts getan hat. Nichts. Nada. Niente.
Hhmmm.

Deshalb möchte ich hier nochmal darauf hinweisen, warum die Pflege deiner WordPress Webseite so wichtig ist und was du genau machen solltest.

Pflegetermin

Ich rate dir, einen festen Termin einzuplanen (mindestens 1x im Monat) und diesen auch gleich in deinen Kalender einzutragen. An diesem Termin klopfst du deine Webseite auf die folgenden Punkte ab.
Und versprochen: wenn du dich an die Termine hältst und die Pflege regelmäßig machst, dann ist es wirklich nicht viel Arbeit und du bist schnell damit fertig.
Außerdem ist es für dich eine gute Erinnerungsstütze wie das Dashboard deiner Webseite aussieht und bedient wird, wenn du die Webseite sonst nicht veränderst (wenn du z.B. keinen Blog, sondern nur statische Seiten hast). Das vergisst man nämlich sonst schnell wieder, wenn man sich mit dem Thema WordPress nicht durchgängig beschäftigt und du hast ja vermutlich einen ganz anderen Fokus bei deiner Arbeit. Und wenn du dann nach einem Jahr mal einen Text ändern möchtest, dann weißt du nicht mehr, wo do anfangen musst… #justsaying

Stell dir einfach vor, du würdest dein Geschirr mit der Hand abspülen (brrr). Dann wäre es auch eher unpfiffig, erst zu warten, bis ALLE Teller verkrustet in der Küche herumstehen. Wenn du es aber nach jedem Essen machst, ist der Aufwand klein und die Überwindung, die das Abwaschen kostet, ist lange nicht so groß.

Content

Am allerwichtigsten, weil sofort für jeden zu sehen, ist natürlich deinen Content auf dem neuesten Stand zu halten. Das bezieht sich nicht auf deine super formulierten Texte über dein Business, sondern auf die Details deiner Webseite, die sich häufig ändern.
Als da wären:

  • geänderte Öffnungszeiten
  • Seminar- oder Webinartermine
  • Termine von Vorträgen, Ausstellungen oder Messen
  • neue Referenzen
  • Ergänzungen zu alten Blogbeiträgen
  • Ergänzungen zu deinem Portfolio
  • und was dir sonst so einfällt

Wenn ich auf eine Webseite komme und da einen Vortragstermin von 2015 sehe, dann habe ich grundsätzlich nicht so viel Zutrauen zu dem Unternehmen…
Auch ungültige Links sollten entfernt oder berichtigt werden (hier empfiehlt sich z.B. das Plugin Broken link checker, das dich per Email benachrichtigt, wenn ein Link nicht mehr funktioniert)
Bei dir ist alles beim Alten geblieben? Wunderbar – auf zum nächsten Punkt!

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Blog (wenn du einen hast)

Wenn du deine Kommentare nicht sowieso regelmäßig liest oder sie sogar freigeben musst, dann solltest du das in jedem Fall im Rahmen deines Pflegetermins machen. Denk auch daran, die SPAM Kommentare zu löschen und ggf. auf Kommentare zu antworten!

Software

…als da ist: die WordPress Software selbst, dein Theme und alle von dir eingesetzten Plugins. All diese Software wird regelmäßig von den Entwicklern geupdatet und zwar weil neue Funktionen dazukommen oder Fehler verbessert werden müssen. Auch entdeckte Sicherheitslücken werden in diesem Zuge behoben. Du solltest diese bereitgestellten Updates zu deiner eigenen Sicherheit unbedingt zeitnah einspielen! Hacker lieben WordPress Webseiten, auch kleine unauffällige, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Mehr zur Sicherheit unten.
Und weil es immer mal sein kann (nicht oft, aber umso ärgerlicher, wenn es dann mal passiert), dass eins deiner Plugins nicht mit einer neuen WordPress Version zurechtkommt, solltest du eine vernünftige Backuplösung deiner Webseite haben. Und damit meine ich nicht, dass du deine Webseite selbst sichern sollst, sondern ich rede von einer automatisierten Profilösung! Keine Sorge, das ist weder teuer noch schwierig!
Wenn du z.B. das ganz hervorragende Backup-Plugin UpdraftPlus nutzt (kostenlos), dann kannst du einstellen, wie oft deine Seite gesichert werden soll (auch stündlich, wenn es denn sein muss) und auch wo die Sicherung gelagert werden soll (z.B. bei deinem Hoster auf dem Server). Alles geht dann ganz automatisch!
Vor einem Update kannst du zur Sicherheit ein Backup der jeweiligen Software machen (z.B. deines Themes) und wenn dann nach dem Update etwas nicht mehr funktioniert, kannst du die Sicherung mit einem Klick wieder einspielen und hast den alten Stand deiner Webseite wieder. In diesem Fall ist es sinnvoll auf das nächste Update zu warten und es dann nochmal zu versuchen (oder du redest mit dem Support deiner Software, also in diesem Fall deines Themes). So vermeidest du den Super-GAU, dass dir nach einem Update eine große Fehlermeldung auf deiner wunderschönen Webseite anzeigt wird oder ähnliches.

Plugins und Themes überprüfen

Außerdem solltest du einfach mal nachsehen ob du wirklich alles brauchst, was du so mit der Zeit hochgeladen hast. Du nutzt das Plugin XY nicht mehr? Na, dann weg damit. Das gleiche gilt natürlich auch für Themes, die du nicht nutzt.
Plugins, die du unbedingt benötigst, sind ein Plugin für Sicherheit und eins für Backups (s.o.). Bei Sicherheitsplugins gibt es z.B. Wordfence (datenschutzrechtlich bedenklich!) und iThemesSecurity (und natürlich noch diverse andere). Entscheide dich für eins und nutze es auch!

DSGVO

Wenn du es noch nicht getan hast, überprüfe deine Webseite im Rahmen deines Pflegetermins auf nötige Anpassungen gemäß der seit dem 25.05.18 geltenden neuen Rechtsprechung in Bezug auf Datenschutz! Das ist glücklicherweise eine einmalige Aufgabe, jedenfalls bis sich die Rechtsprechung wieder ändert…
Auf jeden Fall wirst du deine Datenschutzverordnung aktualisieren müssen und dann solltest du darauf achten, dass du keine Daten deiner Besucher allein dadurch weitergibst, dass sie deine Webseite besuchen. Das Ganze ist kein Hexenwerk und du kannst das auch allein schaffen, da du ja weißt was für Plugins und Erweiterungen du auf deiner Webseite einsetzt. Auf jeden Fall musst du dich informieren, da sonst Abmahnungen drohen!
Wenn du noch nichts oder nicht so viel von der DSGVO gehört hast, verweise ich hier auf ein paar gute Artikel von Blogmojo, die dir in komprimierter Form das Wissenswerte vermitteln:
https://www.blogmojo.de/dsgvo-checkliste/
https://www.blogmojo.de/dsgvo-linksammlung/

Ach, und für vieles gibt es inzwischen Plugins, die dir weiterhelfen: https://www.blogmojo.de/wordpress-datenschutz-plugins/

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Zum Schluss

Wenn du mit allen Änderungen und Aktualisierungen fertig bist, kannst erwägen einmal ein „Aufräum“-Plugin durchlaufen zu lassen (z.B. WP-Optimize), das deine Datenbank von unnützem Müll befreit, wie z.B. gelöschten Posts oder alten Revisionen. Jetzt noch ein aktuelles Backup machen und du hast eine strahlend saubere WordPress Webseite!

Glaub mir, wenn du diese Pflegeroutine einmal gemacht hast, wirst du vermutlich bei deinem nächsten Pflegetermin nur noch ein paar Updates der Plugins machen müssen…Versuche aber trotzdem regelmäßig nachzusehen und verschiebe deinen Pflegetermin nicht auf den nächsten Monat!

Hast du Schwierigkeiten mit den Aktualisierungen auf deiner Webseite oder läuft bei dir alles rund? Ich freue mich auf deine Kommentare!

Ressourcen

Broken link checker
UpdraftPlus
Wordfence
iThemes Security
WP-Optimize

Blogmojo
DSGVO bei Blogmojo:
https://www.blogmojo.de/dsgvo-checkliste/
https://www.blogmojo.de/dsgvo-linksammlung/
https://www.blogmojo.de/wordpress-datenschutz-plugins/

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