WordPress Website pflegen: Warum regelmäßige Wartung entscheidend ist!

WordPress-Pflege schützt vor Sicherheitslücken, Ausfällen und Rankingverlusten. Die meisten Probleme merkst du leider erst, wenn es zu spät ist. Ich zeige dir was dazugehört und wann Abgeben Sinn macht.

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Deine WordPress-Website regelmäßig zu pflegen schützt dich vor Sicherheitslücken, Ausfällen und schleichenden Rankingverlusten.

Klingt dramatisch? Ist es auch, denn die meisten Probleme merkst du erst, wenn es zu spät ist.

Hier erfährst du, was zur Pflege dazugehört und wann es Sinn macht, sie abzugeben.

Inhalt

Meine Kundinnen sagen: „Aber die Seite läuft doch?“ Und ja, sie läuft – bis sie es eben nicht mehr tut. Das Hinterhältige an einer vernachlässigten WordPress-Website ist nämlich, dass die Probleme schleichend kommen. Erst lädt die Seite ein bisschen langsamer. Dann funktioniert ein Plugin nicht mehr richtig. Und irgendwann steht da plötzlich die Fehlermeldung: „Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website“ statt deiner schönen Startseite.

Ich habe das schon mehrfach erlebt (bei mir und meinen Kundinnen) und die Angst, die dich dann kalt erwischt, möchte ich dir gern ersparen. (Ja, auch ich habe das schon gehabt, aber dazu später mehr.)

Was gehört überhaupt zur WordPress-Pflege?

Wenn wir von „WordPress Website pflegen“ sprechen, geht es um zwei Bereiche: die technische Wartung und die inhaltliche Pflege. Beides gehört zusammen.

Die technische Seite

Das ist der Teil, der die meisten abschreckt (verständlicherweise). Dazu gehört:

Updates durchführen: WordPress selbst, dein Theme und alle Plugins bekommen regelmäßig Updates. Diese Updates schließen Sicherheitslücken und beheben Fehler. Klingt einfach: auf „Aktualisieren“ klicken und fertig. Aber: Ein Update kann auch mal etwas kaputtmachen. (Und genau das hatte ich auch schon mal, s.o.) Deshalb gehört vor jedes Update ein Backup und danach ein kurzer Check, ob noch alles funktioniert.

Backups erstellen: Das ist dein Sicherheitsnetz! Wenn deine Website gehackt wird oder ein Update schiefgeht, brauchst du eine aktuelle Sicherung. Ohne Backup stehst du im schlimmsten Fall vor einem Totalverlust. Viele (aber nicht alle!) Hoster machen zwar automatische Backups, aber sich allein darauf zu verlassen, ist zu riskant.

Sicherheit im Blick behalten: WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt. Das macht es leider auch zum beliebtesten Ziel für Hackerangriffe. Starke Passwörter, ein Login-Schutz und regelmäßige Sicherheitsscans sind übertriebene Vorsichtsmaßnahme, sondern Standard.

Performance prüfen: Ladezeiten sind ein Rankingfaktor bei Google und entscheiden darüber, ob deine Besucherinnen bleiben oder abspringen. Mal die Datenbank aufräumen, Bilder komprimieren oder einen Cache einrichten – das klingt zwar technisch, gehört aber unbedingt dazu.
Wenn du deine Ladezeit gleich mal testen möchtest, dann gib deine URL bei GooglePageSpeed ein, die Ausgabe ist ziemlich selbsterklärend. Achte oben auf den kleinen Umschalter, zuerst werden immer die Daten vom Handy geladen (siehe nächster Punkt), aber du kannst auch auf die Desktop Daten umschalten (dort lädt die Seite meistens schneller).

Mobile Darstellung checken: Was viele nicht wissen: Google bewertet deine Website fast ausschließlich anhand der mobilen Version. Nicht die Desktop-Ansicht zählt, sondern wie deine Seite auf dem Handy aussieht und lädt. Und genau hier können sich durch Updates oder neue Inhalte unbemerkt Fehler einschleichen: ein Button, der plötzlich nicht mehr klickbar ist, Text, der über den Bildschirmrand hinausragt, oder Bilder, die auf dem Smartphone ewig laden. Deshalb gehört zum regelmäßigen Pflege-Check auch, deine Website mal auf dem Handy aufzurufen und durchzuklicken. Das dauert nicht lange, kann sich aber wirklich auszahlen.

Die inhaltliche Seite

Der Inhalt der Website wird bei der Pflege gern vergessen, ist aber mindestens genauso wichtig:

Stimmen deine Kontaktdaten noch? Funktioniert dein Kontaktformular? Führen alle Links dahin, wo sie hinführen sollen? Gibt es Inhalte auf deiner Seite, die veraltet sind, z.B. ein Angebot, das es nicht mehr gibt, oder ein Profilfoto von vor zehn Jahren?

Auch für Google ist es relevant, dass deine Inhalte aktuell sind. Eine Seite, auf der sich seit zwei Jahren nichts getan hat, signalisiert: Hier kümmert sich niemand mehr.

Warum du die Website-Pflege nicht einfach ignorieren kannst

Ich verstehe durchaus, wenn du denkst: „Ich bin Coach (oder Beraterin oder Therapeutin) – nicht IT-Fachfrau.“ Absolut! Und du musst auch keine werden. Aber du solltest wissen, was passiert, wenn deine WordPress-Website nicht gepflegt wird:

Sicherheitsrisiko: Veraltete Plugins sind das Einfallstor Nummer eins für Hacker. Die Angriffe laufen automatisiert, es geht nicht darum, ob deine Seite „wichtig genug“ oder „groß genug“ ist. Bots scannen tausende Websites gleichzeitig nach bekannten Schwachstellen.

Rankingverluste: Google bevorzugt Seiten, die technisch sauber und schnell sind. Langsame Ladezeiten, kaputte Links und veraltete Technik drücken dein Ranking nach unten – schleichend, aber stetig.

Vertrauensverlust: Stell dir vor, eine potenzielle Kundin kommt auf deine Seite und das Kontaktformular funktioniert nicht. Oder die Seite lädt ewig. Nicht der beste erste Eindruck, oder?

Teure Reparaturen: Die Bereinigung einer gehackten Website kann schnell mehrere hundert Euro kosten, plus den Stress und die verlorene Zeit. Regelmäßige Pflege kostet einen Bruchteil davon.

Selbst machen oder abgeben?

Du kannst deine WordPress-Website durchaus selbst pflegen. Wenn du ein gewisses technisches Grundverständnis mitbringst und bereit bist, dir dafür regelmäßig Zeit zu nehmen (rechne am Anfang mit ein bis zwei Stunden pro Monat, später wird das zur Routine und geht vermutlich schneller), ist das machbar. Es gibt gute Anleitungen dafür, zum Beispiel die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Raidboxes.

Aber sei ehrlich: Machst du das dann auch wirklich? Regelmäßig, jeden Monat?

Wenn die Antwort „wahrscheinlich nicht“ lautet – und das ist bei den meisten Solopreneurinnen so, weil der Tag einfach nicht genug Stunden hat – dann ist es schlauer, die Pflege abzugeben. Du delegierst ja auch deine Buchhaltung, oder?

Wenn du merkst, dass dir das Thema Websitepflege über den Kopf wächst, dann wirf mal einen Blick auf mein Websitepflege Angebot: vielleicht ist das genau das, was du brauchst, um den Kopf wieder frei zu haben.

Die Kurzversion: Deine Pflege-Basics auf einen Blick

Falls du selbst loslegen willst, hier die absoluten Basics, an die du regelmäßig denken solltest: WordPress, Plugins und Theme aktuell halten (nach vorherigem Backup), deine Sicherheit prüfen (starke Passwörter, Login-Schutz), Backups kontrollieren (laufen die automatischen Sicherungen wirklich?), Formulare und wichtige Funktionen testen, deine Website auf dem Handy aufrufen und durchklicken, Inhalte aktuell halten und Ladezeiten ab und zu checken.

Klingt nach viel? Ist es am Anfang auch. Aber wenn du einmal eine Routine drin hast, sind es vielleicht ein bis zwei Stunden im Monat. Und diese Stunden können dir richtig viel Ärger ersparen.

Häufig gestellte Fragen

Das hängt vom Leistungsumfang ab. Reine Update-Pakete gibt es schon ab etwa 15 bis 30 Euro pro Monat. Eine umfassende Betreuung mit Sicherheitsüberwachung, Performance-Checks und inhaltlicher Pflege liegt eher bei 50 bis 150 Euro monatlich.

Zum Vergleich: Die Bereinigung einer gehackten Website kostet schnell 500 Euro aufwärts.

Mindestens einmal im Monat solltest du Updates durchführen und einen kurzen Funktionscheck machen. Sicherheitsrelevante Updates sollten möglichst zeitnah eingespielt werden. Automatische Backups sollten idealerweise täglich laufen.

Für kleinere Sicherheitsupdates der WordPress Software ist das sinnvoll, WordPress macht das teilweise sogar automatisch.

Bei Updates von Plugins oder Themes ist Vorsicht geboten, weil es zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann. Ein Backup vorher ist Pflicht, und danach solltest du prüfen, ob alles noch funktioniert.

Kurzfristig vermutlich erstmal nichts, aber genau das ist das Problem. Langfristig riskierst du damit Sicherheitslücken, langsamere Ladezeiten, schlechtere Google-Rankings und im schlimmsten Fall einen kompletten Ausfall oder Hack deiner Website.

Nicht zwingend.

Du kannst die Pflege auch selbst übernehmen, wenn du das Know-how und die Zeit dafür hast.

Ein Wartungsvertrag lohnt sich aber, wenn deine Website für dein Business wichtig ist und du dich lieber auf dein Kerngeschäft konzentrieren möchtest, statt dich mit Technik zu beschäftigen.

Dein nächster Schritt

Du willst dich nicht mehr um Updates, Backups und Sicherheitschecks kümmern müssen, sondern einfach wissen, dass deine Website läuft?

Dann schau dir mein Websitepflege Angebot an. Ich kümmere mich um die Technik, du kümmerst dich um deine Kundinnen. Deal?

Bild von Annette Strüning

Annette Strüning

Webdesignerin für Coaches und selbstständige Frauen. Seit über 12 Jahren bringe ich Ordnung in WordPress-Websites, die über die Jahre aus der Form geraten sind.
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